Wanderheim NeheimDie SGV-Abteilung Neheim gehört zu den Gründerabteilungen des Sauerländischen Gebirgsvereins, die im Jahre 1890 einem Aufruf des Königlichen Forstrates Ernst Ehmsen zur Gründung eines im Jahr darauf umbenannten „Sauerländischen Touristenvereins“ gefolgt waren. Die Abteilung konnte somit 1990 ihr hundertjähriges Bestehen feiern, obgleich sie schon älter ist, denn sie ging hervor aus dem damals bereits bestehenden Neheimer Touristenclub. Über diesen liegen aber keinerlei Unterlagen mehr vor.

Die Geschichte des Vereins war so wechselhaft wie die Zeitläufte. Kriege und Wirtschaftskrisen haben ihm arg zugesetzt. Die Euphorie des Wiederaufbaus nach dem letzten Weltkrieg beflügelte aber auch die Mitgliederzahl. So wurden 1948 bereits 636 Mitglieder gezählt, eine Zahl, die nie wieder erreicht worden ist. Heute gehören der Abteilung etwa 300 Mitglieder an.

Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren die Ausrichtung des 33. Sauerländischen Gebirgsfestes im Juni 1937 mit mehr als 4000 Gästen in Neheim und nicht zuletzt die Errichtung des Wanderheims, der „Hütte” am Schwiedinghauser Feld, die im September 1984 ihrer Bestimmung übergeben wurde und sich seitdem zum Mittelpunkt des Vereinslebens entwickelt hat.

Sowohl beim SGV-Gesamtverein als auch bei der Abteilung Neheim haben neben dem Wandern auch Naturschutz, Kultur- und Heimatpflege von jeher einen besonderen, satzungsgemäß festgelegten Stellenwert. In der Satzung der Abteilung, die 1981 in das Vereinsregister eingetragen wurde, heißt es dazu, dass sie sich bemühe, „das Bewusstsein für die lebendige Tradition unseres Raumes wachzuhalten und dem Menschen des modernen Industriezeitalters den Blick für die Notwendigkeit einer sinnvoll geordneten Natur zu schärfen“.